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Prolog

Die Fotografie ist eine der größten Spielwiesen unserer Zeit! Auf Ihr tummeln sich viele Menschen mit den unterschiedlichsten Motivationen:

Es gibt die, die einfach gern mal ein Bild mit ihrem Smartphone machen und die, die kleinwagenteure Ausrüstungen mit durch ihre Tage nehmen. Manche wollen Geld verdienen, andere wollen welches ausgeben. Manche fotografieren, in selbstgewählter Einsamkeit, gern Eisvögel und Graureiher am Fluss, Andere sind glücklich überhaupt mal dazu zu kommen ein paar Bilder zu machen, während sie Sonntags mit der ganzen Familienbande im Zoo sind. In der Stadt stapfen auf der einen Straßenseite fröhlich plaudernde Fotogruppen umher, während auf der anderen Seite der Einzelgänger mit leisen Sohlen der Street Photography fröhnt.

Eins haben sie aber oft gemein: Die Fotografie an sich und den Glauben, anders als die Anderen zu sein.

Die Fotografie hat viele Parallelen zur Musik. Unter anderem verleitet sie uns dazu, uns einer bestimmten Motivation anschliessen zu wollen. Sind wir nun Portrait- oder Naturfotografen? Oder sogar etwas ganz anderes? Und was ist mit unserem Können und unserer Motivation? Du kennst Sätze wie die hier bestimmt auch:

"Ich fotografiere nur zum Spaß (...und verdiene damit kein Geld)" vs. "Ich fotografiere beruflich (...und nicht zum Spaß) " 
Das sind hart limitierende Glaubenssätze, die uns (wie so oft im Leben) im Weg stehen, noch bevor wir seine Fülle an Möglichkeiten auch nur erahnen können. Fakt ist, wir sind alle Fotografen, sobald wir ein Foto machen!

In diesem Blog und Podcast möchte ich mit Euch allen sprechen! Dabei ist mir ganz egal, ob Ihr mit Eurem Smartphone einfach gern Schnappschüsse macht oder mit der Leica in der Hand Rennfahrer durch die Saison begleitet. ;) Lasst uns gegenseitig kleine Leitern anreichen, um gemeinsam über den Tellerrand des Anderen zu blicken! 

( Im Interview mit Stefan Enders, Professor für Fotografie an der Hochschule Mainz. Hier bei DIE PHOTOLOGEN nachzuhören. )

Meine Verbindung zur Fotografie beschreibe ich selbst gern als große Leidenschaft - was zugegebenermaßen ein sehr bequemer Begriff ist. Er sagt halt alles und nichts zugleich - und gibt im Zweifel leider wenig Halt. 

Was also ist die Essenz? Was ist es, das am Ende übrig bleibt?

Diese Frage beschäftigt mich beinahe täglich auf meiner persönlichen Reise auf dem Weg zu mehr Zufriedenheit und Selbstverwirklichung als Fotograf im Besonderen und als Mensch im Allgemeinen. Wir alle belegen bereits in frühen Jahren ein spannendes Portfolio verschiedenster Rollen und Tätigkeiten. Hast Du schonmal darüber nachgedacht, was da alles zusammen kommt? Mein Tipp am Rande: Schreib Dir Deine Rollen in einer ruhigen Minute auf einem Blatt zusammen, das macht echt was mit Dir und Deinem Blick in den Spiegel!  

Auf meinem Blatt stehen unter anderem diese Rollen: Sohn, Schüler, Freund, Feind, Partner, Liebhaber, Lehrer, Patenonkel, Kollege, Pfleger in Kinderklinik und Psychiatrie, Fotograf, Rettungsassistent, Kunde, Kundenbetreuer, Teamleiter, Mitarbeitervertreter, Dozent, Podcaster, Flüchtlingshelfer und auch der Patient. 

Viele davon gehören zu bestimmten Lebensphasen, kommen und gehen wieder vorbei. Andere liegen in der Natur des Lebens, wie die Rolle des Sohnes oder die des Kunden. Was aber ist das, was bleibt?
Mal davon abgesehen, dass ich der Überzeugung bin, dass alles was Liebe ist bleibt, ist meine große Konstante die Rolle des Fotografen. Als ich gerade 9 Jahre alt war, habe ich die ersten Fotos mit der analogen Spiegelreflexkamera meines Vaters gemacht und seither unfassbar viel mit und durch die Fotografie erlebt. Aktiv wie passiv. Sie hat mir in gewisser Weise sogar schon oft das Leben gerettet!

In welchem Genre ich unterwegs bin, fragst Du Dich jetzt? Das habe ich mich auch immer wieder gefragt. Da ist er wieder, der oben beschriebene Wunsch nach Einordnung.
Einerseits habe ich schon allein im Wald unter Tannenzweigen gelegen und auf den Wolf gewartet und andererseits im Düsseldorfer Hafen die wilde Architektur der Neuzeit fotografiert. Gefühlt gab es 1001 intensive Momente in der Portraitfotografie und diverse Hochzeitsgesellschaften in den unterschiedlichsten Stimmungszuständen und Locations. Fotostrecken für Bewerbungen und die Öffentlichkeitsarbeit wechselten sich mit spannenden Reportagen ab, ohne dass ich wusste, dass ich mich nun zu dem einen oder anderen Genre "gehörig" fühlte.

Und was ist mit Profession, Finanzierung und Nutzen des Ganzen?  Mal gab es gutes Geld, mal nur einen warmen Händedruck. Mal gab es Karmapunkte und inneren Frieden, mal getrocknete Tränen. Du siehst, hier ist keine eindeutige Zuordnung greifbar.

Es gibt ihn aber, diesen einen Satz, der alles zusammenfasst, was mein Verhältnis zur Fotografie zu bieten hat:

FOTOGRAFIE
TUT (mir) GUT

Seit dem Tag, an dem ich dieses Satz als "mein großes Warum" für meine Fotografie erkannt habe, gibt es für mich fotografisch gesehen keinen Stress mehr. Ich muss nicht mehr morgen das beste Foto für den unausgesprochenen Wettbewerb bei Instagram machen oder den höchstmöglichen Gewinn aus dem nächsten Auftrag schlagen. 

Die Fotografie ist viel mehr für mich, als ich bis dahin realisiert habe. Schon als 9-Jähriger hat sie mir dabei geholfen, vorher völlig unverständliche Familientragödien zu verstehen, indem ich die innerdeutsche Grenze fotografiert habe. Mit 13 bin ich voller Liebeskummer allein in den Wald, um den Weg zu fotografieren, den ich nicht immer nur allein gehen wollte. Anfang 20 war ich, als ich unter Tränen mit der frisch geerbten Kamera das Grab meines Vaters fotografierte und seinen Verlust zu verstehen versuchte. So oder so ähnlich zog sich das auch durch meine späteren Jahre:

Auf einen unschönen Tod in meinem Rettungswagen folgte nicht selten ein Tag mit der Kamera in der Hand. Nur ich, allein am Meer. Auf harte Wochen im Krankenhaus folgten auf meine Krebserkrankung viele Stunden mit der Kamera draußen in der Natur. Die Naturfotografie und die vielen, fotografischen Begegnungen mit den Wildtieren unserer Natur brachten mich langsam wieder zurück zu mir; und zurück in meinen Job in der Klinik.
Später dann, ich konnte sie einfach nicht mehr sterben sehen, folgte auf einen saftigen Burn-Out die Erkenntnis, das Gesundheitswesen für immer verlassen zu wollen. Natürlich irgendwo draussen in den Dünen, mit meiner Kamera in der Hand. 

Mein großes Warum diesen Blog und diesen Podcast zu starten ist die Erkenntnis, welchen Einfluss die Fotografie auf unser aller Leben haben kann. Auf Dein Leben! 

Es ist mein Traum, quasi meine Herzensangelegenheit, die Menschen für den positiven und achtsamen Blick auf die Welt der Fotografie zu begeistern! ...und vielleicht kann ich sogar ein bisschen dazu beizutragen, dass sie einen positiveren und achtsameren Blick auf die Welt bekommen; durch die Fotografie.

Mit Hilfe der Fotografie habe ich Einsamkeit überwunden, Verluste verarbeitet und Stress abgebaut. Manchmal habe ich ihn sogar so von vorn herein verhindert. Ich habe mich selbst besser kennengelernt und bin immer wieder in diese innere Ruhe gekommen, die sonst im Alltag für Viele eher schwer zu finden ist. 

Durch meine Arbeit als Fotograf habe ich aber auch Anderen schon dabei helfen dürfen, die besonders schönen Tage (wie ihre Hochzeit) und auch die besonders schweren Tage (wie die viel zu frühe Beerdigung des früh gestorbenen Vaters und Ehemannes) in Erinnerung zu behalten und zu verarbeiten. Eben sprach ich noch davon, wie viel man als Fotograf über sich selbst lernen kann - jetzt drehe ich die Kamera und erinnere mich an die, die vor meiner Kamera standen. Auch diese Position macht viel mehr mit uns, wenn wir uns denn darauf einlassen. Win-win sozusagen...

Ich freue mich auf die Zeit hier mit Dir bei Fotografie tut gut! Lass uns für ein paar Episoden und Blogposts gemeinsam gehen, die Werbetrommel rühren und -wenn Du magst- gemeinsam tolle Nachrichten aus der Welt der Fotografie verbreiten! 


Ich freue mich sehr auf Dich und unsere gemeinsame Zeit!


Dein
Falk Gustav Frassa

Alle Podcastepisoden, Blogbeiträge und viele meiner Projekte biete ich Dir kostenfrei an!
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