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  • Falk

SUPERTRAMP - plötzlich analog!

Aus dem Archiv - 2007


Carl Verheyen von SUPERTRAMP spielte in einem kleinen, intimen Club. Der Fotograf war ich. Sonst niemand. Und auch ich war es, der 10 Minuten vor Beginn seinen Cuba Libre beim Objektivwechsel IN die Kamera gekippt hat...


Diesen Moment habe ich wie im Film erlebt. Der Spannungsbogen war mächtig und ich kann jedes der üblicherweise 24 Bilder pro Sekunde einzeln aus meiner Erinnerung abrufen. Der gute Tom (sein Club) hat mich glücklicherweise schnell aus dieser schrecklichen Zeitlupe geholt: "Sag mal, was zur Hölle machst Du da?" fragte er mich frech grinsend.  Tja, wenn ich das mal gewusst hätte. In meiner Tasche lag wie immer dieser Tage meine analoge Pentax MX. Ein Film mit ganzen 6 noch freien Fotos war eingelegt. S E C H S.

Carl war ein cooler Typ. So hatte ich ihn zumindest Backstage kennengelernt. ...aber war er so cool? Wieviele vorzeigbare Fotos macht man mit einer analogen Kamera aus den 70ern, auf der noch 6 Fotos frei sind?

Alkohol ist keine Lösung, aber ich war sehr glücklich über den zweiten Cuba. Tom hatte ihn ungefragt gebracht. "Auf´s Haus, klaro?" Carl betrat die Bühne.

Eine Stunde würde er spielen, rechnerisch hatte ich also alle 10 Minuten ein Bild. Was ein Drama. Dezent unter Druck habe ich quasi das ganze Konzert durch den Sucher erlebt, ganz ohne die Kamera abzusetzen. So intensiv wie an diesem Abend hatte ich noch keine Bühne erlebt.


Seither gehe ich viel entspannter in meine Aufträge. Was soll noch schiefgehen, wenn das nicht schiefgegangen ist? Meine MX habe ich jetzt ja auch immer dabei - inklusive Wechselobjektiv und Ersatzfilm! ;-)



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